Kinderrheuma erkennen: Diagnose

Häufig sind Gelenkschmerzen das erste Anzeichen von Kinder- und Jugendrheuma. Für die Diagnose und Therapie sind Kinder- und Jugendrheumatolog*innen die richtige Anlaufstelle.

Juveniles Rheuma frühzeitig erkennen

Gelenkschmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit können erste Symptome von Rheuma bei Kindern sein. Abhängig vom Alter können Kinder die Beschwerden jedoch womöglich nicht mitteilen. Um eine juvenile idiopathische Arthritis frühzeitig zu erkennen, können daher indirekte Schmerzäußerungen einen Hinweis geben, z. B. Schonhaltungen oder Hinken.

Diagnose von Kinderrheuma

Es gibt eine Reihe von Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen mit Rheuma im Vergleich zu Erwachsenen. Es ist daher wichtig, dass sie für die Diagnose und Therapie von Kinder- und Jugendrheumatolog*innen betreut werden.

  • Arztsuche
    Versorgungslandkarten mit einer Übersicht von kinderrheumatologischen Praxen bzw. Kliniken in ganz Deutschland bieten die Rheuma-Liga sowie die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie.

Kinderrheuma: Diagnostikverfahren

Es gibt keine einzelne Untersuchung, um Rheuma bei Kindern und Jugendlichen sicher nachzuweisen. Unterschiedliche Untersuchungen tragen dazu bei, eine JIA und auch die Form der Erkrankung festzustellen. Sie helfen bei der Diagnose und sind auch für die Kontrolle des Krankheitsverlaufs wichtig.

In einem ausführlichen Arztgespräch kann herausgefunden werden, wann die Beschwerden begonnen haben und ob auch andere Familienmitglieder an Rheuma erkrankt sind. Ist das Kind noch zu jung, um sich selbst mitteilen zu können, ist die Mithilfe der Eltern besonders wichtig.

Bei der körperlichen Untersuchung wird u. a. ertastet, ob Gelenke geschwollen sind oder ob leichter Druck zu Schmerzen führt. Auch die Beweglichkeit der Gelenke wird überprüft.

Um Rheuma bei Kindern festzustellen, können unterschiedliche Laborwerte im Blut gemessen werden, die einen Hinweis zur Diagnose und zur Form der Erkrankung geben.

  • C-reaktives Protein (CRP) kann bei Entzündungen im Körper erhöht sein.
  • Eine beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) kann auf eine Entzündung im Körper hinweisen.
  • Ist der Rheumafaktor (RF), ein bestimmter Antikörper, erhöht (rheumafaktorpositiv), kann das ein Hinweis auf die Form bei einer Polyarthritis sein.
  • Antinukleäre Antikörper (ANA) sind weitere Antikörper, die auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen können.

Bildgebende Verfahren helfen dabei, einzuschätzen, wie der Zustand eines Gelenks von innen ist.

  • UltraschallSonografie; bildgebendes, strahlungsfreies Verfahren, das durch Ultraschallwellen Bilder vom Inneren des Körpers macht. (Sonografie) zeigt Entzündungen und Veränderungen u. a. an Knorpel, Knochen, Sehnen oder Sehnenansätzen.
  • RöntgenBildgebendes Verfahren, das durch Röntgenstrahlung Bilder vom Inneren des Körpers erzeugt, z. B. von Knochen. kann Veränderungen am Knochen sichtbar machen, diese sind jedoch zu Beginn der Erkrankung noch nicht erkennbar.
  • MagnetresonanztomografieAuch Kernspintomografie; bildgebendes Verfahren, mit dem digitale Schnittbilder vom Körper erzeugt werden. (MRT), auch Kernspintomografie genannt, macht entzündliche Veränderungen an Knorpel, Knochen und Sehnen sichtbar.

AbbVie-Care-Serviceprogramm

Hier finden Sie Informationen über das AbbVie-Care-Serviceprogramm zur Begleitung einer Therapie mit einem AbbVie-Arzneimittel.

Zum Serviceprogramm

Quelle:
Huppertz HI, Horneff G, Zepp F (2019). Juvenile idiopathische Arthritis. In: Hoffmann G, Lentze M, Spranger J et al. (eds) Pädiatrie. Springer Reference Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg. URL: https://doi.org/10.1007/978-3-642-54671-6_103-2 (Zugriff: 30.01.2025).

Infomaterialien zum Download

  • Titel der Broschüre Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) - Was Eltern wissen sollten
    Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) - Was Eltern wissen sollten
    Info-Broschüre
    4.45 MB

DE-IMMR-250020

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